Der Blog schaffe einen neuen Kanal, der die Publikation unterschiedlicher Meinungen und Sichtweisen ermögliche, wie es in einer Mitteilung vom 30. September heisst. «In gut reformatorischer Manier soll dadurch die offene Diskussion innerhalb der Mitglieder der Kirche gefördert, aber auch in die weitere Öffentlichkeit getragen werden», heisst es.
Der frisch und luftig daherkommende Blog umfasst Themen wie Ethik und Gesellschaft, Spiritualität und Glauben sowie Kunst und Kultur. Er nehme aber auch Persönliches und Geschichten auf sowie Themen aus Kirche und Kirchgemeinden oder beispielsweise das Reformationsjubiläum. Stephan Jütte vom reformierten Hochschulforum und Christian Schenk, Redaktor bei der Zeitschrift «notabene», betreuen den Blog redaktionell.
Carte Blanche für Mario Fehr
Die Redaktion werde auch Cartes Blanches an Personen des öffentlichen Lebens vergeben. Für den Blog schreiben unter anderen Kirchenratspräsident Michel Müller, Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist, Fraumünsterpfarrer Niklaus Peter, die Sprecherin des Wortes zum Sonntag, Catherine McMillan, sowie ihre Vorgängerin Sibylle Forrer. Die erste Carte Blanche geht an den Zürcher Regierungsratspräsidenten Mario Fehr. Geplant ist, dass jede Autorin, jeder Autor ein- bis zweimal pro Monat einen Beitrag veröffentlicht.
Die Zürcher Kirche versuchte schon 2013, den Blog «re4me»zu starten, der allerdings aus den Startwehen nicht herauskam. Bereits seit 2014 bloggen Angestellte der Aargauer Landeskirche unter dem Titel «ungeniert reformiert».