«Es kommt nicht drauf an, ob jemand so oder so religiös geprägt ist, freiheitlich oder streng aufgewachsen, Mann oder Frau, alles ist Einerlei, alle sind gleichwertig», sagt Pfarrer Christoph Jungen zu Beginn seines «Wort zum Sonntag». Und fragt anschliessend: «Was sagen Sie zu diesem Satz?»
Für die einen sei der Satz wohl typisches «Multi-Kulti-Gleichmacher-Geschwätz». Andere wiederum fänden ihn gut. Genau diese Worte stammen aus der Bibel. Sie haben dazu beigetragen, dass das Christentum nicht ein kleines Grüppli geblieben ist, sondern eine Weltreligion wurde. Schliesslich würden Unterschiede den Menschen ausmachen. «Dass ich Ehemann bin, Vater, Rotweinliebhaber, YB- und nicht FCB-Fan», so Jungen.
Es sei sein Recht, all dies sein zu dürfen. Denn der Satz in der Bibel gehe noch weiter: «Zur Freiheit seid ihr berufen, deshalb lasst euch um Gottes Willen nicht zu Sklaven machen.» Eben auch nicht von solchen Schubladisierungen.