Tolerant und liberal bedeute aber auch, dass keine Weltanschauung eine Monopolstellung für sich in Anspruch nimmt. Auch die Forderung, religiöse Symbole im öffentlichen Raum zu verbieten, sei Ausdruck einer bestimmten Weltanschauung.
«Religiöse Symbole sind Ausdruck des kulturellen Hintergrunds einer Gesellschaft und eng mit ihrer Geschichte verknüpft», hebt Forrer hervor. Das Kreuz gehöre in der Schweiz zur Tradition, auch wenn das Christentum längst nicht mehr die einzige Weltanschauung ist. Ob es wirklich auf jeder Bergspitze ein Kreuz brauche, dürfe man aber durchaus in Frage stellen.