«Wir sind auf Emotionen konditioniert», sagt Kuse. Darum entstehe der Eindruck, unser Leben sei nur noch in Ordnung, wenn es «von einem Kick zum nächsten geht». Das präge auch unsere Erwartungen an religiöse Erfahrungen. Im Glauben könne es aber auch Durststrecken geben. Gottvertrauen sei dann ein Lebensanker, «der weit tiefer greift als die Fixierung auf emotionale Höhepunkte». Kuse empfiehlt deshalb: «Eintauchen ins Meer, statt an der Oberfläche auf den Wellen treiben.»
28. Mai 2016
«Wort zum Sonntag»: Alternative zum Wellenreiten
Ausgehend von den sportlichen Grossereignissen diesen Sommer spricht der reformierte Pfarrer Martin Kuse über Emotionen. Im Glauben gelte es auch Tiefen auszuhalten.