Westschweizer Radio und Fernsehen bieten Hand für Gespräche

Die Medienunternehmen «Médias-Pro» und «Cath-Info» wollen auf einen Teil der Fernsehgottesdienste im Westschweizer Fernsehen verzichten, wenn im Gegenzug die Religionssendungen beibehalten werden. Ursprünglich war es umgekehrt vorgesehen.

Der Hauptsitz von Radio Télévision Suisse (RTS) in Genf. (Bild: Wikimedia/Franck Schneider)

Das reformierte Medienunternehmen «Médias-Pro» und das katholischen Pendant «Cath-Info» schreiben in einer gemeinsamen Mitteilung vom 8. Februar, sie begrüssten die Ankündigung des Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS), bei der Entwicklung neuer Sendegefässe im Bereich Religion mit ihnen zusammen zu arbeiten. Sie erklären ihre Bereitschaft auf einige Fernsehgottesdienste zu verzichten und mit einem um eine halbe Million reduzierten Budget zu arbeiten, wenn im Gegenzug neue Fernsehgefässe für Religionsthemen entwickelt würden. So nehmen die Medienunternehmen auch die Einladung des RTS an, in einer Arbeitsgruppe mitzuarbeiten, welche die «RTSreligion»-Programme bis 2017 neu definieren will.

25‘000 Unterschriften

Nachdem RTS im vergangen November angekündigt hatte, drei religiöse Magazinsendungn in Radio und Fernsehen zu streichen und das Budget für «RTSreligion» um 40 Prozent zu kürzen, gingen «Médias-Pro» und «Cath-Info», welche die Sendungen verantworten, an die Öffentlichkeit. Diese «Enthauptung» verunmögliche ihre Arbeit, hiess es damals. In der Folge kamen in einer Petition innert kurzer Zeit 25’000 Unterschriften zusammen. Die Unterzeichnenden wehrten sich gegen den Abbau der Religionssendungen.