Die Ausbildung stimmt, die Diplome aber sind wertlos: Wie Heks in einer aktuellen Medienmitteilung festhält, leben heute schätzungsweise 50’000 Personen aus sogenannten Drittstaaten (Länder ausserhalb der EU/EFTA) in der Schweiz, die gut ausgebildet sind und entsprechende Berufsdiplome oder akademische Abschlüsse aus ihrem Heimatland mitbringen. Dennoch seien diese häufig erwerbslos oder gingen unqualifizierten Berufen nach, da die Schweiz ihre Ausbildungszertifikate nicht anerkennt. Damit, so das Hilfswerk, entgehe der Schweizer Wirtschaft ein grosses Potenzial, welches angesichts der prognostizierten Zunahme des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt nicht länger brachliegen solle.
Für interessierte Unternehmen hat Heks im Rahmen der neuen Kampagne eine Onlineplattform eingerichtet, die den Kontakt zu gut ausgebildeten Migrantinnen vermittelt. Neue Fachstellen in allen Heks-Regionalstellen bieten zudem Beratung und Begleitung für Betroffene aus Drittstaaten an, vor allem im Bereich der Anerkennung von Diplomen und Bildungsleistungen, bei der Nachholbildung sowie bei der Suche nach Praktika. (su)
Die Heks-Kampagne «Chancengleichheit zahlt sich aus» wurde am 21. August lanciert.