Verwaltungsgericht fällt Urteil im Pfarrerinnen-Streit in Fällanden

Der Leiter Rechtsdienst der Zürcher Landeskirche muss im Fall Fällanden nicht wegen Befangenheit in den Ausstand treten. Dies hatte eine der beiden involvierten Pfarrerinnen beim Streit in Fällanden beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich verlangt.

Die reformierte Kirche im zürcherischen Fällanden. (Bild: googlestreetview)

Im Konflikt in der Kirchgemeinde Fällanden hat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich am Mittwoch einen Entscheid gefällt. Im Verfahren hatte jene Pfarrerin, die ihre Pfarrkollegin verdächtigte, ihr anonyme Schmähbriefe geschrieben zu haben, gegen einen Beschluss des Zürcher Kirchenrates vom August 2015 Beschwerde geführt.

Beschwerde abgewiesen

Unter anderem rügte sie die Befangenheit des Leiters Rechtsdienst der Zürcher Landeskirche, der deshalb bei den Untersuchungen zum Vorfall in den Ausstand treten müsse.

Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde als offensichtlich unbegründet ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Anonyme Schreiben  

Im Frühjahr 2016 wurde gegen eine Pfarrerin in Fällanden eine Strafanzeige eingereicht, weil ihr von ihrer Pfarrkollegin zur Last gelegt wurde, sie habe ihr anonyme Schreiben mit ehrverletzendem Inhalt zukommen lassen und ein anonymes Paket mit bedrohlichem Inhalt zugestellt.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergaben jedoch keine Anhaltspunkte für eine Täterschaft. Das Strafverfahren wurde am 24. November eingestellt. Trotzdem verliess die angeschuldigte Pfarrerin daraufhin die Gemeinde.

Der Kirchenrat eröffnete ein Administrativverfahren. Der Präsident und ein weiteres Mitglied der Kirchenpflege sind vorsorglich im Amt suspendiert worden, ebenso die verbleibende Pfarrerin.