Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, die das Bundesamt für Kultur (BAK) in Auftrag gegeben hat. Bauten von historischem oder baukünstlerischem Wert seien Fixpunkte in einer schnelllebigen Zeit, schreibt das BAK in einer Mitteilung vom Donnerstag. Denkmäler seien «Träger und Vermittler von kultureller Identität».
Maximale Zustimmung erhielt laut der Umfrage die Aussage, dass Denkmäler wichtig für die Gesellschaft sind sowie für die Geschichte des Landes und des heimatlichen Orts stehen. Für neun von zehn Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz haben Baudenkmäler eine grosse gesellschaftliche, für drei Viertel eine persönliche Bedeutung.
86 Prozent der Befragten finden es wichtig, dass der Ortskern in ihrer Heimat erhalten bleibt. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) gaben zudem an, dass bestimmte Bauten wie Häuser, Kirchen, Plätze oder Brunnen zwingend zur vertrauten Umgebung gehörten.
Bei der Energiefrage gehen die Meinungen auseinander. Unter normalen Umständen sollten Solarpanels prioritär auf Geschäftsgebäuden und Neubauten installiert werden und erst danach auf historischen Gebäuden. Bei Energieproblemen sollten diese historischen Gebäude aber gleich behandelt werden wie andere Bauten. Dieses Resultat verweise auf eine ausgesprochen pragmatische Sichtweise der Bewältigung der Energiewende, schreibt das BAK.
Die telefonische Befragung von insgesamt 1001 Personen wurde im Sommer 2015 in allen Landesteilen der Schweiz durchgeführt. Anlass für die Befragung waren die Europäischen Tage des Denkmals, welche am 12. und 13. September stattfinden. (sda)