Ukrainische Kinder werden beschenkt
Am 5. und 7. Januar lädt die Heilsarmee Geflüchtete aus der Ukraine zu je einer Weihnachtsfeier ein. 180 Kinder haben sich bereits für die beiden Termine an der Ankerstrasse in Zürich angemeldet.
Jeweils von 15 bis etwa 17 Uhr werden Weihnachtslieder gesungen, ein Theaterstück aufgeführt und ein Zvieri offeriert. Ein ukrainischer Pastor hält eine Kurzandacht. Den Kindern werden Geschenke überreicht.
Die Heilsarmee hat die Geschenke nach dem Angel-Tree-Konzept besorgt. Diese Idee praktiziert sie bereits in verschiedenen Ländern. Dabei schreiben Eltern die Weihnachtswünsche ihrer Kinder auf Karten. Die Heilsarmee leitet die Wünsche an hilfsbereite Firmen in der Region weiter, welche die Geschenke finanzieren. Der Wert eines Geschenks beträgt rund 40 Franken.
Für viele ukrainische Geflüchtete sei die Trennung von der Familie während den Weihnachtstagen emotional sehr herausfordernd, schreibt die Heilsarmee in einer Medienmitteilung. «Bei manchen reicht das Geld nicht aus, um für ihre Kinder hier in der Schweiz Geschenke zu besorgen.» Für Eltern, meist Mütter, sei dies sehr belastend.
Traditionsgemäss findet die Weihnachtsfeier in der Ukraine jeweils am 7. Januar statt. Aus Protest gegen Russlands Angriffskrieg haben allerdings viele orthodoxe Christen in der Ukraine bereits am 25. Dezember Weihnachten gefeiert. (hz)