Über 1 Million Kinder bedroht
Nach fast vierzehn Wochen Krieg sind bereits Tausende von Kindern an den Folgen der Gewalt im Gaza-Streifen gestorben. Das teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Zudem verschlechtert sich die Lage der Kinder und Jugendlichen. Die Zahl der Kinder mit Durchfallerkrankungen und Mangelernährung nehme zu. Insgesamt sei das Leben von rund 1,1 Millionen Kindern im Gaza-Streifen bedroht, so Unicef.
«Die Kinder in Gaza sind in einem Albtraum gefangen, der sich mit jedem Tag verschlimmert», sagte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. «Kinder und ihre Familien werden getötet und verletzt.» Zudem gefährdeten vermeidbare Krankheiten und der Mangel an Nahrung und sauberem Wasser ihr Überleben. «Alle Kinder und die gesamte Zivilbevölkerung müssen vor Gewalt geschützt werden und Zugang zu grundlegender Versorgung haben», forderte sie.
Die Entwicklung lasse befürchten, dass die akute Mangelernährung sowie die Sterblichkeitsrate von Kindern die Schwelle zur Hungersnot überschreiten könnten. Das Kinderhilfswerk fordert einen sofortigen Waffenstillstand und ruft dazu auf, den kommerziellen Handelsverkehr wiederaufzunehmen, um die Versorgungslage zu verbessern.
Die islamistische Terrororganisation Hamas hatte Israel am 7. Oktober überfallen, etwa 1200 Menschen getötet und rund 240 Geiseln genommen. Israels Armee führt seither Krieg gegen die Hamas im palästinensischen Gaza-Streifen. Tausende Menschen wurden bereits getötet. (epd/ eba)