Die Petitionäre fordern vom Gemeinderat, er solle bis zur demnächst anstehenden Überarbeitung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) einen Planungsstopp auf dem Areal verfügen und über die Kirche ein Abbruchverbot verhängen, heisst es im Bericht. Auf ein Referendum hätten die Petitionäre verzichtet, weil die Befürworter klar in der Überzahl seien.
Die Abriss-Gegner argumentieren mit der geschichtlichen Bedeutung der reformierten und katholischen Kirchen im Ort sowie der architektonischen Qualität. Die Kirche sei ein Kulturgut und ein Zeitzeuge. Man habe erst aus der Zeitung von den Abrissplänen erfahren, lautet der Vorwurf.
Der Gemeinderat will sich zum Thema Kirchenabriss derzeit nicht äussern. Man habe den Eingang der Petition bestätigt und werde sich in den kommenden Wochen damit auseinandersetzen, heisst es. Abriss und Neubau der Kirche sei jedoch seit Jahren als Variante diskutiert worden.
Die reformierte Kirche Turgi war vor einigen Wochen in die Schlagzeilen geraten, weil sie – statt renoviert oder saniert zu werden – abgerissen und neu gebaut werden soll.