Ökumenische Abendmahl-Initianten verzichten auf Interzelebration und Feier

Die Tischgemeinschaft «Symbolon» verzichtet in diesem Jahr auf ein ökumenisches Abendmahl, ebenso auf die Feier in der Lazariterkirche Gfenn bei Dübendorf. Die Verantwortlichen wollen «den aufgebrochenen Konflikt nicht noch zusätzlich verschärfen».


Dies teilte die Medienbeauftragte von «Symbolon», Romi Staub, auf Anfrage der Presseagentur Kipa mit. «Symbolon» hofft, durch diese Zurückhaltung die Konflikte um ein ökumenisches Abendmahl zu entschärfen, wie die Gemeinschaft am Donnerstag, 19. Juni, in einer Mitteilung schreibt. «In einer recht schwierigen ökumenischen Situation» möchte man «den aufgebrochenen Konflikt nicht noch zusätzlich verschärfen», heisst es weiter in der Mitteilung.

Die Organisatoren, die sich seit Jahren für ein gemeinsames Abendmahl mit Christen verschiedener Konfessionen einsetzen, nehmen in ihrem Schreiben Bezug auf das bislang unveröffentlichte Schreiben der Schweizer Bischofskonferenz zum Empfang der Eucharistie. «Symbolon» hatte im Vorfeld zur Bischofskonferenz von Anfang Juni seine Besorgnis darüber ausgedrückt, das Schreiben könnte einen Rückschritt in der Ökumene bedeuten.

Besonnene Zurückhaltung

Symbolon hofft nun, durch «besonnene Zurückhaltung» ein Klima zu schaffen, «in welchem bald einmal eine konfliktfreie Abendmahls-Gemeinschaft auch in der Öffentlichkeit möglich wird.» Die Tischgemeinschaft «Symbolon» machte vor einem Jahr Schlagzeilen, als eine medial angekündigte Interzelebration mit Geistlichen verschiedener Konfessionen in Gfenn bei Dübendorf ZH abgesagt wurde. Als Grund wurden die in der darauf folgenden Woche stattfindenden Gespräche der Schweizer Bischöfe in Rom genannt, in welchen es unter anderem um die Pfarreiinitiative ging.