Durch den Zusammenschluss aller Kirchgemeinden in der Stadt Zürich zu «Einer Kirchgemeinde Zürich» könne die Kirche flexibler auf die bisherige und zukünftige Entwicklung eingehen, wie das Komitee am 16. August schreibt. Die Mitwirkung in allen Kirchen stehe künftig allen Reformierten in der Stadt frei. In quartierbezogenen Teilgemeinden könne beispielsweise auch nach Umzug innerhalb der Stadt weiter vollwertig mitgemacht werden.
In bestehenden Profilgemeinden wie dem Fraumünster oder St. Jakob hätten Reformierte, die sich dorthin zugehörig erklären, neu alle Rechte und Pflichten. Die traditionelle Arbeit in den Quartieren werde aber weiterhin das Schwergewicht der Kirche bilden, erfordere aber nicht mehr die teure Organisation bisheriger Kirchgemeinden. Dienstleistungen zuhanden der einzelnen Teilgemeinden (Kirchen am Ort) würden künftig effizienter zentral erbracht.
Zentralismus werde vermieden durch eine verbindliche Strukturierung in Teilgemeinden. Die Teilgemeinden gestalteten das kirchliche Leben und erhielten die dazu nötigen Mittel und Selbständigkeit. Modell 2 führe dagegen gemäss Komitee zu einer «jahrelangen Fusionskaskade, zu anonymen künstlichen Grosskirchgemeinden und zum Verlust vielfältiger Gemeindeformen».
Bereits Mitte Juli hat ein anderes Komitee seine Kampagne für Modell 2 lanciert. Dieses sei eine gute Grundlage für eine pragmatische Gemeindereform, wie das andere Komitee am 14. Juli schrieb. Modell 1 sei dagegen eine «Kopfgeburt». Nach Ansicht dieses Komitees würde dies zu einer «verwalteten Kirche» und «zwangläufig zu einem Einheitsbrei mit zentralistischer Administration» führen.
Website der Kampagne für eine einzige Kirchgemeinde
Website der Kampagne für mehrere Kirchgmeinden