SH: Kirchen starten Abstimmungskampagne

Die Schaffhauser Reformierten, Katholiken und Christkatholiken kämpfen gemeinsam gegen die Kürzung der kantonalen Beiträge an die Landeskirchen.


Das Gesetz über die Ausrichtung der Beiträge, über das am 24. November abgestimmt wird, sieht vor, dass die Leistungen des Kantons um 400‘000 Franken gekürzt werden. Ausserdem soll deren Anbindung an die Teuerung gestrichen werden.

Ursprünglich sollte sogar 1 Million Franken an Leistungen wegfallen. Der jetzige Sparbetrag wurde eigentlich als Kompromisslösung zwischen Kanton und Kirchen festgelegt. Doch die Politik liess nachträglich noch die Anbindung an die Teuerung (Indexierung) fallen. Das war für die Kirchen nicht hinnehmbar.

Doch für die Kirchenvertreter geht es um noch Grundsätzlicheres: Die Gesetzesänderung wäre aus ihrer Sicht ein erster Schritt weg vom Modell Volkskirche. Am Ende könnte diese ganz ins Private abgedrängt werden.

Deshalb haben die drei Landeskirchen am 25. September ihre Abstimmungskampagne gegen die Vorlage lanciert. Sie trägt den Titel «Nein zum Raubbau an der Volkskirche». Dazu wurde auch die Website nein-zum-raubbau.ch aufgeschaltet. 

Die Schaffhauser Kirchen haben ihrer Meinung nach immer die Bereitschaft gezeigt, zum Sparen beizutragen. Die Gesetzesrevision jedoch, wie sie jetzt vorliegt, rüttelt in ihren Augen am grundsätzlichen Verhältnis zum Staat.

Die rund vierzig Kirchgemeinden und Pfarreien im Kanton wurden anlässlich der Startkonferenz informiert und bereiten sich nun auf die Abstimmungskampagne vor, die nach den Herbstferien beginnt. Sie wollen die Mitglieder wie auch die breite Öffentlichkeit von einem Nein zur Änderung des «Kirchengesetzes» überzeugen.