Schweizer Kirchen fordern gerechte Klimapolitik

In einem Brief an Bundesrätin Doris Leuthard fordern die Schweizer Landeskirchen den Bundesrat auf, sich an der Weltklimakonferenz im polnischen Katowice für eine gerechte Klimapolitik einzusetzen. Betroffene des Klimawandels müssten stärker als bisher unterstützt werden.


Wenige Wochen vor dem Klimagipfel in Katowice appellieren der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, die Schweizer Bischofskonferenz und die Christkatholische Kirche der Schweiz gemeinsam an den Bundesrat.

In dem Brief vom 22. Oktober fordern die Kirchen die Landesregierung dazu auf, sich für eine wirksame Umsetzung von Klimamassnahmen in der Schweiz einzusetzen. Ein wohlhabendes Land wie die Schweiz stehe im Hinblick auf den Klimawandel besonders in der Verantwortung, heisst es in dem Schreiben.

Unterstützung für betroffene Länder

Neben den eigenen Massnahmen müsse sich die Schweiz aber auch für die Unterstützung der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder einsetzen. «Es muss auch darum gehen, wie man bereits Betroffenen zur Seite steht und ihre Anpassungsbemühungen finanziell, politisch und technologisch unterstützt», schreiben die Landeskirchen.

Beim UN-Klimagipfel in Katowice vom 3. bis 14. Dezember soll über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt werden. Im sogenannten Paris-Protokoll, dem internationalen Klimavertrag von 2015, haben sich Nationen weltweit darauf verständigt, den Klimawandel auf eine globale Erwärmung von unter zwei Grad zu begrenzen. (no)