Schöne Weihnachten!
Die Weihnachtsgeschichte hat Künstlerinnen und Künstler von der Spätantike bis in die heutige Zeit inspiriert. Eine Auswahl der schönsten Bilder aus knapp zweitausend Jahren.
24. Dezember 2021
Der Sarkophag der Adelphia wurde 1872 im sizilianischen Syrakus entdeckt. Er stammt aus dem 4. Jahrhundert und zeigt eine der ältesten Darstellungen der Geburt Christi (oben rechts). Neben der Krippe mit dem Jesuskind sind Josef und Maria sowie auf der linken Seite ein Esel und ein Ochse zu erkennen. (Bild: Hervé Champollion / akg-images)
Die Geburtsszene mit Maria und dem Jesuskind auf dem byzantinischen Fresko in der Kirche Santa Maria Foris Portas in der Lombardei stammt von einem unbekannten Künstler aus dem 8. Jahrhundert. Das Wandgemälde wurde erst im Zweiten Weltkrieg wiederentdeckt. (Bild: akg-images / Pietro Baguzzi)
Giotto di Bondone war einer der wichtigsten Maler der italienischen Gotik. Dieses Fresko ist zwischen 1303 und 1305 entstanden, es zeigt Maria mit dem gewickelten Jesuskind. Die engen Wickel sollten nach damaliger Auffassung verhindern, dass sich der Körper des Babys verformte. (Bild: akg-images / Stefan Diller)
Dieses kleine Ölgemälde von Geertgen tot Sint Jans entstand um 1490 und wurde wahrscheinlich für die private Andacht hergestellt. Es ist eines der ersten Nachtbilder von der Geburt Christi, auf denen die Dunkelheit der Umgebung mit dem göttlichen Licht des Jesuskindes in Kontrast gesetzt wurde. (Bild: akg-images / WHA / World History Archive)
Auch auf der Darstellung des deutschen Renaissancemalers Hans Baldung Grien geht ein geheimnisvolles Licht vom Jesuskind aus. Auf dem Bild sind die klassischen Motive Josef, Maria, die Engel und Ochse und Esel zu sehen. Das Gemälde entstand um 1520. (Bild: akg-images)
Auf seinem berühmten Gemälde «Volkszählung zu Bethlehem» von 1566 versetzt Pieter Bruegel der Ältere die biblische Weihnachtsgeschichte in ein flämisches Dorf. Auf dem Bild begeben sich Josef und Maria auf einem Esel zur Herberge links im Bild, um sich dort registrieren zu lassen. (Bild: Wikimedia Commons)
Rembrandts «Anbetung der Hirten» von 1646 gehört zu den berühmtesten Darstellungen der Geburt Christi. Es zeigt Christus in einem ärmlichen Stall, umgeben von Josef und Maria und mehreren Hirten. Mit dem hellen Licht deutet Rembrandt an, dass mit Jesus das Licht in die Welt gekommen ist. (Bild: akg-images / André Held)
Im Gemälde «Te tamari no atua» («Kinder Gottes») von 1896 verarbeitete Paul Gaugin ein persönliches Erlebnis: Seine tahitianische Geliebte hatte kurz zuvor ein Kind zur Welt gebracht, das bei der Geburt verstarb. Mit den Heiligenscheinen der Mutter und des Kindes und dem Esel und Ochsen im Hintergrund spielt das Bild auf die biblische Geschichte an. (Bild: Wikimedia Commons)
Die Malerin Paula Modersohn-Becker starb mit gerade einmal 31 Jahren im Wochenbett. In ihrem Gemälde «Anbetung der Könige» griff sie ein beliebtes Motiv der Weihnachtsgeschichte auf. Modersohn-Becker gilt als eine der Wegbereiterinnen des Expressionismus. (Bild: akg-images)
Bei allen künstlerischen Darstellungen der Jesus-Geburt blieb der eigentliche Geburtsvorgang aussen vor. Die britische Fotografin Natalie Lennard stellte in ihrem Bild «The Creation of Man» erstmals die gebärende Maria dar. Das Gemälde ist Teil der mehrfach ausgezeichneten Serie «Birth undisturbed» zum Thema Geburt. (Bild: Natalie Lennard)