Millionengewinn für Zuger Reformierte

Dank hohen Steuereinnahmen schliesst die Rechnung der Reformierten des Kantons Zug besser als erwartet. Für Diskussionen im Kirchenparlament sorgte ein Multimedia-Projekt zur Reformationsgeschichte.


Die Abgeordneten der Reformierten Kirche Kanton Zug durften sich an ihrer Sitzung vom 24. Juni über ausserordentlich gute Zahlen freuen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Kirche ein Plus von rund 3,8 Millionen Franken. Budgetiert waren lediglich rund 750’000 Franken. Verantwortlich für das gute Ergebnis waren unter anderem höhere Steuereinnahmen, wie es in einer Mitteilung der Landeskirche heisst.

Ins Gewicht fiel ausserdem eine Neuaufwertung von Liegenschaften, die ebenfalls in die Bilanz einfloss. Diese machte rund 1,4 Millionen Franken aus. Unter dem Strich bleibt der Landeskirche damit aber immer noch ein Gewinn von rund 2,3 Millionen Franken.

Multimedia-Projekt noch unausgereift

Während Jahresrechnung und Jahresbericht einstimmig genehmigt wurden, sorgte eine andere Vorlage für Diskussionen. Das zum 150. Geburtstag der Zuger Kirche beantragte Multimedia-Projekt «Zoé will’s wissen» wiesen die Delegierten zurück an den Kirchenrat. In dem von einer Werbeagentur entworfenen Spiel werden die Benutzer auf eine Zeitreise zu den Hotspots der Zuger Reformationsgeschichte geschickt. Einigen Delegierten war der Entwurf noch zu unvollständig. Wichtige Stationen auf der Zeitreise fehlten. Gefordert wurde ausserdem, dass noch eine weitere Agentur hinzugezogen werden müsse. Der Kirchenrat soll das vorliegende Konzept nun bis zur Herbstsynode noch einmal überdenken.

Zum Schluss der Versammlung gab Kirchenrat Marc Nagel seinen Rücktritt per Ende Jahr bekannt. Nagel gehörte dem Rat vierzehn Jahre lang an. (no)