Krieg in der Ukraine
Russland attackiert Zivilisten gezielt mit Drohnen
Russische Drohnen-Angriffe hätten zur Tötung und Verwundung von Zivilistinnen und Zivilisten, zu weitreichender Zerstörung und zu einem Klima der Einschüchterung geführt. Tausende Menschen seien zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen worden. Das berichtet eine UN-Untersuchungskommission. Sie wertet diese Drohnenangriffe als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Laut der Untersuchung sind die Drohnenangriffe besonders in einem Zielgebiet über 300 Kilometer entlang des rechten Ufers des Dnipro-Flusses zu beobachten. Es handele sich um die Oblaste Dnipropetrowsk, Cherson und Mikolajiw. Die dokumentierten Fälle zeigten, dass russische Militäreinheiten vom linken Ufer des Dnipro-Flusses aus unter zentraler Führung operierten.
Zudem warf die Kommission der russischen Seite vor, Ukrainerinnen und Ukrainer aus besetzten Gebieten zu deportieren. Dabei handele es sich um ein Kriegsverbrechen. Russland startete im Februar 2022 seinen grossangelegten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Kommission unter dem Vorsitz des Ex-Richters Erik Møse aus Norwegen arbeitet im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates. Sie interviewt Zeugen, analysiert Videos und Dokumente und stellt ihre Beweise für Strafverfahren zur Verfügung. (epd/ no)