Migration

Rund 33 Millionen neue Binnenvertriebene

Naturkatastrophen haben 2022 so viele Menschen innerhalb ihres Landes in die Flucht getrieben wie noch nie zuvor. Der Klimawandel verstärkt diesen Trend.

Dürren, Stürme, Überschwemmungen und andere Katastrophen haben 2022 laut den Vereinten Nationen (UNO) zu 32,6 Millionen neuen Binnenvertreibungen geführt. Niemals zuvor hätten Katastrophen so viele Fluchtbewegungen von Menschen innerhalb ihres eigenen Landes ausgelöst, erklärte die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope.

Vor dem Globalen Forum für Migration und Entwicklung erläuterte Pope, der Klimawandel sei Auslöser und Verstärker von Katastrophen. «Während Konflikte lange Zeit die Hauptursache für langwierige Binnenvertreibungen waren, sind es seit einigen Jahren Katastrophen», sagte sie.

An dem Forum, das am Donnerstag endet, nehmen laut IOM mehr als 1200 Delegierte teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, des Privatsektors, lokaler und regionaler Regierungen und des UN-Systems. Die Teilnehmenden diskutieren über die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Mobilität, Rechte, Arbeitsmigration sowie die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Migranten. Die IOM gehört zur UNO und hat ihren Sitz in Genf. (epd/ pef)