Rücktritte bei der Stadtluzerner Kirchenpflege
Die Auffassungen zwischen Kirchenpflege und einzelnen Mitarbeitenden seien auseinander gegangen, sagt die abtretende Präsidentin Michaela Bühler-Jensen in einer Mitteilung der Reformierten Kirche Luzern. «Das hat die Arbeit der Kirchenpflege belastet. Die Energie konnte zu wenig für kirchliche Aufgaben eingesetzt werden». Neben ihr stellen auch Vizepräsident Albert Schwarzenbach sowie Reimar Houtman ihre Ämter in der Kirchenpflege der Stadt Luzern per Ende September zur Verfügung.
Damit muss die Kirchenpflege von Grund auf neu aufgestellt werden. Zwei Mitglieder der Kirchenpflege hatten sich bereits früher entschieden, das Gremium zu verlassen. Eine Position ist ferner seit Anfang Jahr vakant. Ziel sei es, die Kirchenpflege bis spätestens zu den Neuwahlen im Frühjahr 2025 wieder vollständig zu besetzen, heisst es in der Mitteilung. Ein externer Fachmann soll bis dahin überbrücken.
«Das Miteinander und die Freude an der sinnstiftenden Arbeit haben gelitten», lässt sich Sonja Döbeli Stirnemann, Vizepräsidentin des Kirchenvorstands, zitieren. «Alle Beteiligten erachten den Neustart als richtig und zielführend.» Auch die abtretende Präsidentin Michaela Bühler-Jensen sieht eine «Chance für einen Neuanfang», wie es in der Mitteilung heisst.
Die Kirchenpflege ist das Leitungsgremium der Teilkirchgemeinde Stadt Luzern. Diese ist eine von acht Teilkirchgemeinden, welche die Kirchgemeinde Luzern bilden. In dieser leben über 17'000 Reformierte, mehr als die Hälfte aller Reformierten im Kanton Luzern. (eba)