Rotes Kreuz stockt Gelder für Venezuela-Hilfe deutlich auf

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz verstärkt seine humanitäre Hilfe für Venezuela. Das Budget beträgt neu 25 Millionen Franken.


Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz verdreifacht sein Budget für das von einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise gezeichnete Venezuela auf 25 Millionen Franken. Damit sollen unter anderem Krankenhäuser, Flüchtlinge und Festgenommene unterstützt werden, wie die Hilfsorganisation am 11. April mitteilte.

Der Machtkampf zwischen dem sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó hält weiter an. Venezuela leidet als Folge von Misswirtschaft unter einer schweren Versorgungskrise. Viele Menschen hungern, in den Krankenhäusern fehlt es an Material und Medikamenten, zuletzt litten die Venezolaner zudem unter einer Serie schwerer Stromausfälle. Mehr als drei Millionen Menschen haben ihre Heimat bereits verlassen.

IKRK-Präsident Maurer besuchte das Land

Als erster IKRK-Präsident seit 24 Jahren besuchte Peter Maurer kürzlich das Land und beriet unter anderem mit Maduro, wie das IKRK verstärkt helfen könne. «Krankenhäuser haben Schwierigkeiten, die Versorgung mit Wasser, Strom, Medizin und genügend Personal sicherzustellen», sagte er.

«Unsere Zusammenarbeit mit den öffentlichen Einrichtungen und unsere Unterstützung werden entscheidend sein, diesen Trend umzukehren.» Das IKRK hatte kürzlich mit Venezuelas Gesundheitsministerium ein Abkommen unterzeichnet, um die Menschen notversorgen zu können.

Guaidó hatte im Februar versucht, Hilfsgüter aus dem Nachbarland Kolumbien nach Venezuela zu schaffen. Allerdings stoppten die Sicherheitskräfte die Lastwagen auf Maduros Geheiss an der Grenze. (sda/bat)