Religionsvertreter fordern Schutz für Frauen

Der Weltkirchenrat und andere religiöse Verbände haben von Regierungsverantwortlichen in aller Welt gefordert, sich für ein Ende der Gewalt gegen Mädchen und Frauen einzusetzen. Übergriffe und Belästigungen hätten weltweit ein nie dagewesenes Ausmass angenommen, warnte der Ökumenische Rat der Kirchen am Montag in Genf.

Religionsvertreter fordern mehr Schutz für Mädchen und Frauen.
Religionsvertreter fordern mehr Schutz für Mädchen und Frauen. (Bild: pixabay/CC0 Public Domain)

 

Ein Drittel aller Mädchen und Frauen weltweit hätten in ihrem Leben mindestens einmal physische oder sexuelle Gewalt erleben müssen, hiess es in Genf. Mehr als 125 Millionen Mädchen und Frauen, vor allem in Afrika und im Nahen Osten, seien Opfer von Genitalverstümmelung geworden.

Kampagne für Bildung und Schutz

Die Verbände starten am Mittwoch, dem Welttag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, eine internationale Kampagne für Bildung, die am 10. Dezember, dem Menschenrechtstag, endet. Geplant sei, bei Regierungen für mehr Bildungsmöglichkeiten zu werben. Ebenso werde von Vertreter von Religionsgemeinschaften gefordert, dass das Heiraten von Minderjährigen verbieten.

Die Kampagne wird unterstützt vom Weltkirchenrat, der Anglikanischen Gemeinschaft, der Hilfsorganisation Islamic Relief, Mission 21, dem Lutherischen Weltbund und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen. (epd)