Unternehmer erhält renommierte Luther-Rose

Der Schweizer Unternehmer Dietrich Pestalozzi wird mit der diesjährigen Luther-Rose ausgezeichnet. Sie wird von der Internationalen Martin Luther-Stiftung vergeben. Pestalozzi sagt, er könne den Geschäftsmann und Christen in sich nicht auseinanderdividieren. An der Preisübergabe im Zürcher Grossmünster wird er auf illustre Gäste treffen.

Dietrich Pestalozzi: Präsident und Verwaltungsratsdelegierter der Pestalozzi + Co. AG und neu auch Preisträger der renommierten Luther-Rose. (Bild: zVg/pestalozzi.com)

Pestalozzi ist Verwaltungsratspräsident des Industrieunternehmens Pestalozzi & Co AG, Dietikon ZH. Der 65-Jährige erhielt die Auszeichnung, weil er sich in Leben und Beruf für die «reformatorische Tradition von Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl» einsetze, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Auch amtet Pestalozzi als Finanzreferent im Vorstand der Reformierten Medien, die unter anderem auch «ref.ch», das Portal der Reformierten, herausgeben.

In einem Zeitungsbeitrag hatte Dietrich Pestalozzi vor einiger Zeit festgehalten: «Ich kann den Geschäftsmann und Christen in mir nicht auseinanderdividieren.» Von dieser christlichen Grundhaltung her sei alles Materielle relativ. «Wir haben nichts in die Welt hineingebracht, wir können auch nichts mitnehmen. Das heisst für mich: Gewinnmaximierung steht nicht über allem.»

Wertschöpfung setzt Werte voraus

«Diese klare protestantische Wertorientierung und unternehmerische Praxis hat uns die Wahl des diesjährigen Preisträgers sehr leicht gemacht», sagte der Vorstandsvorsitzende der Internationalen Martin Luther-Stiftung, Michael Inacker. Wertschöpfung setze immer auch Werte voraus – diesen Grundsatz habe Pestalozzi mit seiner Lebenseinstellung, seinem beruflichen und gesellschaftlichen Engagement umgesetzt und entspräche so genau dem von der Stiftung aufgestellten Leitbild einer gelebten Unternehmer-Courage.

Symbol für den undotierten Preis ist die Reproduktion eines Details eines mittelalterlichen Glasfensters von 1310 in der Erfurter Augustinerkirche: Eine Rose zwischen zwei Löwen. Martin Luther, der in Erfurt von 1505-1511 Augustinermönch war, wählte später die Rose als persönliches Briefsiegel.

«Who is Who» bei der Preisübergabe im Grossmünster

Der Preis wird am 17. November im Zürcher Grossmünster übergeben. An der Konferenz beteiligen sich der Schweizer Botschafter in Berlin, Tim Guldimann und Margot Kässmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum in Deutschland. Am Festakt werden alt Bundesrat Moritz Leuenberger und die Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Christine Lieberknecht, sprechen.

Die Martin Luther-Stiftung hat sich laut Mitteilung den Brückenschlag zwischen Wirtschaft, Politik und Kirche zum Ziel gesetzt. Sie zeichnet dieses Jahr zum siebten mal eine Unternehmerin oder einen Unternehmer mit der Luther-Rose für gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmer-Courage aus.

 


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