Der Präsident der Reformierten Medien, Christoph Weber-Berg, musste den Delegierten bereits zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen präsentieren: Die Jahresrechnung 2016 schloss bei einem Aufwand von 2,6 Millionen Franken mit einem Verlust von 162’000 Franken. Nicht eingerechnet sind dabei einmalige Entnahmen aus verschiedenen Fonds in der Höhe von rund 300’000 Franken.
Angesichts der finanziellen Situation hat der Vorstand bereits Massnahmen eingeleitet: So wird die Leitung der Reformierten Medien ab Juli 2017 von drei auf eine Person verkleinert. Pascale Huber, publizistische Leiterin und Verwantwortliche für Radio und Fernsehen, übernimmt neu die alleinige Geschäftsführung. Der bisherige Geschäftsführer Thomas Gehrig und der Marketingleiter Erik Senz verlassen das Unternehmen.
Strategische Neuausrichtung
Weiter wurde eine Anpassung der Unternehmensstrategie vorgenommen: Neu wollen sich die Reformierten Medien auf ihr Kerngeschäft Publizistik und Radio/Fernsehen konzentrieren. Hingegen soll der Bereich Marktdienstleistungen, der Schulungen und Beratungen umfasst, ausgelagert werden.
Die Delegierten genehmigten Jahresbericht und Jahresrechnung 2016. Aufgrund des Verlusts wurde für den Herbst eine separate Budgetversammlung beschlossen. Dann wird der Vorstand die Zahlen für das laufende Jahr auf 12 Monate hochrechnen und einen entsprechenden Voranschlag für das Jahr 2018 präsentieren. Der siebenköpfige Vorstand der Reformierten Medien wurde für die nächsten vier Jahre bestätigt. Die Reformierten Medien sind das Kommunikationsunternehmen der Evangelisch-reformierten Kirchen der Deutschschweiz. Sie geben das Magazin bref heraus und betreiben das Nachrichtenportal ref.ch. (no)