Reformierte LU: Konsens bei der neuen Verfassung

Die Synode der reformierten Luzerner Kirche tagte am 13. Mai im Kantonsratssaal Luzern. Das einzige Thema war die zweite Lesung der Verfassungsrevision.

Kurt Bösch und David A. Weiss in Diskussion
Der Synodale Kurt Bösch (rechts) und Kirchenratspräsident David A. Weiss diskutieren. (Bild: Reformierte Kirche Kanton Luzern)

Die Synode habe über Themen wie Kirchenverständnis, Mitgliedschaft, maximale Grösse einer Kirchgemeinde sowie die die Anzahl Synodale pro Kirchgemeinde diskutiert. Im Gegensatz zur ersten Lesung seien die Voten aber konsensorientiert gelieben, vor allem auf Grund von Kompromissvorschlägen der vorberatenden Kommission. Dies teilte die Luzerner Kirche am 15. Mai mit.

Unter anderem wurde das Primat der Mitgliedschaft in der Landeskirche geändert. Mehrere Anträge wollten dieses Primat zugunsten der Kirchgemeinden ändern und hatten Erfolg.

Weiter gab es Konsenslösungen bei Bestand und Grössenverhältnissen der Kirchgemeinden und bei der neuen Regelung bei der Synoden-Sitzverteilung.

Künftig soll die Synode zudem nur aus 60 statt 70 Sitzen bestehen, wobei jede Gemeinde noch Anspruch auf zwei Sitze hat. Um das Problem der Macht der Sonderorganisation der Kirchgemeinde Luzern mit 10 Teilkirchgemeinden zu entschärfen, hat die Kommission einen weiteren Passus eingefügt: So darf künftig keine Kirchgemeinde mit der Hälfte der Sitze oder mehr in der Synode vertreten sein.

Die weiteren Paragrafen wurde ohne grössere Diskussionen genehmigt, so dass über die zweite Lesung an der nächsten Synode vom 17. Juni abgestimmt werden kann. Wird der Verfassung in der zweiten Lesung zugestimmt, dann sollte es noch Ende 2015 eine Volksabstimmung geben.