Reformierte Kirchgemeinde wird zwangsverwaltet

Die reformierte Kirchgemeinde Frick im Kanton Aargau ist nicht mehr entscheidungsfähig: In der Kirchenpflege verbleiben nur noch drei Mitglieder. Der Aargauer Kirchenrat hat deshalb einen Kurator eingesetzt.

Personalmangel in der Kirchenpflege: die reformierte Kirche im aargauischen Frick. (Bild: Wikimedia/Roland Zumbuehl)

Die Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Frick ist nicht mehr beschlussfähig, schreibt die Reformierte Landeskirche Aargau in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Grund: Seit dem Rücktritt der Präsidentin besteht die Kirchenpflege nur noch aus drei Mitgliedern. Dem Gremium müssen aber gemäss Aargauer Kirchenordnung mindestens vier gewählte Mitglieder angehören, damit es Entscheidungen treffen kann. Nach der Anhörung der drei  Mitglieder hat der Kirchenrat nun beschlossen, einen Kurator einzusetzen. Dieser ist allein verantwortlich für die Geschäftsführung der Kirchgemeinde, bis eine vollständige neue Kirchenpflege gewählt und eingesetzt ist.

Pfarrer übernimmt Kuratorium

Die drei verbleibenden Mitglieder der Kirchenpflege haben in einer Anhörung ihren Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Kurator bekundigt, wie es weiter heisst. Das Kuratorium übernimmt Markus Fricker. Fricker war 15 Jahre lang als Pfarrer unter anderem in Schinznach-Dorf tätig. Seit 14 Jahren ist er selbständig und berät Organisationen, öffentliche Verwaltungen und Kirchgemeinden.

Frick ist die zweite Kirchgemeinde innerhalb der Reformierten Landeskirche Aargau, die zurzeit zwangsverwaltet wird: Im März wurde in Erlinsbach wegen Personalmangels ebenfalls ein Kurator eingesetzt.