Artikel über die Theologin mit Titeln wie «Hört auf zu glauben!» oder «Frau Pfarrer glaubt nicht an Gott» hätten Mitte Juli im In- und Ausland für Diskussionen gesorgt. Der Synodalrat vertrete jedoch die Haltung, dass de Groot ihren Auftrag erfülle, das Evangelium nach bestem Wissen und Gewissen zu verkünden, schreibt die Kirche am 19. August. Sie hätte wohl zu wenig beachtet, dass religiöse Aussagen sehr differenziert sein müssten und dadurch «grosse Verunsicherung provoziert».
In der reformierten Kirche gebe es ein breites Spektrum von Glaubenshaltungen. Die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn kenne keine lehramtliche Disziplinierung ihrer Pfarrer, schreibt die Kirche weiter. Solange Pfarrer Gott nicht leugnen, müsste der Synodalrat nicht an die Verpflichtung durch Ordination und Verfassung erinnern. Laut Verfassung bekenne sich die Kirche zu Jesus Christus und bezeuge diesen Glauben auf der Basis der Bibel nach «bestem Wissen und Gewissen». Dieser Verpflichtung entspreche auch Pfarrerin de Groot.