Reformierte GL: Konzept für Erneuerungsprojekte zurückgewiesen

Die Synode der reformierten Glarner Kirche hat am Donnerstag, 13. November, das Konzept für die Fortsetzung der Projekte «Runder Tisch» und «Glarner Generationenkirche» zurückgewiesen.

Die Stadtkirche Glarus ist die reformierte Hauptkirche des Ortes.
Die Stadtkirche Glarus ist die reformierte Hauptkirche des Ortes. (Bild: Wikimedia/böhringer friedrich)

Der kantonale Kirchenrat wollte den «Runden Tisch» und die «Glarner Generationenkirche» zusammenlegen und als einen Prozess weiterführen, wie die Glarner Kirche am 14. November mitteilte. Mit dem Konzept in zwei Phasen sollten laut Kirchenratspräsident Ulrich Knoepfel Dynamik und Aufbruchstimmung bewahrt werden, ohne die Ressourcen der Akteure zu überfordern.

Eine Synodale aus Ennenda stellte aber den Antrag auf Rückweisung und bezeichnete die Vorlage als «viel zu unausgegoren». Sie zeuge von wenig Entschlossenheit und mache den Eindruck «eines kleinmütigen und zögerlichen Vorgehens». Es seien von Beginn weg eine Prozessleitung und eine Begleitung durch externe Partner vorzusehen. Die finanziellen Mittel seien zu budgetieren, ein Arbeitsleitfaden mit Vorgehensraster sei bis zur Frühlings-Synode 2015 detailliert auszuarbeiten.

Der Präsident der Kirchgemeinde Schwanden warb für den Antrag des Kirchenrates oder allenfalls eine Rückweisung der ersten Phase zur Präzisierung. Eine externe Begleitung sei nicht nötig, hingegen sollten sich die für die zweite Phase vorgesehenen runden Tische bereits im ersten Quartal 2015 konstituieren. Nach einer längeren Diskussion sprach sich die Synode grossmehrheitlich für den Rückweisungsantrag aus.

Weitere Geschäfte

Genehmigt wurde das Budget 2015, das bei einem Aufwand von knapp 1,4 Mio. mit einem Defizit von 28‘800 Franken rechnet. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei zwei Prozent. Zudem wurde der Kirchenrat beauftragt, Sparmassnahmen bei den Kernaufgaben der Landeskirche zu prüfen.