Die Synode habe eine leichte Erhöhung des Stellenplafonds der gesamtkirchlichen Dienste bewilligt, wie die Kirche am 3. Dezember mitteilte. Damit habe sie eine Neuorganisation der Stellenbewirtschaftung verbunden. Festanstellungen und projektbezogene Stellen würden neu getrennt betrachtet. Dies ermögliche es, flexibler auf neue Aufgaben und Projekte zu reagieren. Die Synode könne weiterhin über die Gesamt-Lohnsumme befinden, dem Synodalrat obliege es, die Stellenpunkte auf die konkreten Stellen zu verteilen.
Ferner bewilligte die Synode einen Kredit von rund 1,2 Mio. Franken für den Ersatz der in die Jahre gekommenen Informatik im Haus der Kirche. Sie nahm auch den Schlussbericht zum Verkauf der Liegenschaft Gwatt zur Kenntnis. Nachdem 2008 ein erster Teil der Liegenschaft am Thunersee verkauft worden war, konnte der restliche Teil nun für 1,35 Mio. Franken an denselben Käufer veräussert werden.
Mehr Unterstützung für soziale Projekte
Die Synode bewilligt eine Erhöhung der Unterstützung für die «Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not» auf 80’000 Franken und für die «Beratungsstelle Sans-Papiers» auf 50’000 Franken pro Jahr. Sie will sich zudem im «Ökumenischen Begleitprogramm EAPPI», das sich in Israel für einen gerechten Frieden einsetzt, auch in den nächsten drei Jahren mit je 25’000 Franken engagieren. Der Lehrvertriebsverbund «start@work» habe die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, wie es heisst. Das Projekt soll deswegen auslaufen; für die verbleibende Zeit sprach die Synode einen jährlichen Kredit von 10’000 Franken.
Den Auftakt hatten am Morgen die Ansprachen von Kirchendirektor Christoph Neuhaus und Synodalratspräsident Andreas Zeller gemacht. Sie äusserten sich zu den Sparvorgaben des Kantons und zum Verhältnis von Staat und Kirche. An nächsten Synodetag (4. Dezember) werde unter anderem eine Motion diskutiert, in der es um die Zukunft der Kirche geht.