Referendum gescheitert: Stiefkindadoption auch für Homosexuelle

Wie das Schweizer Radio SRF heute morgen berichtete, kommt das Referendum gegen die Stiefkindadoption durch Homosexuelle nicht zustande.

Das neue Adoptionsrecht kommt durch: Homosexuelle dürfen künftig auch das Kind ihres gleichgeschlechtlichen Partners oder ihrer Partnerin adoptieren. (Bild: CC by 2.0/Kurt Löwenstein Education Center

Am kommenden Donnerstag, den 6. Oktober, läuft die Referendumsfrist für das revidierte Adoptionsrecht ab. Die 50000 Unterschriften, die für das Zustandekommen eines Volksbegehrens nötig wären, wurden nicht erreicht, so Lisa Leisi vom Referendumskommitee:«Ehrlicherweise muss ich sagen, dass praktisch keine Hoffnung mehr besteht, dass das Referendum zustande kommt.» Wieviele Unterschriften zusammen kamen, gab Leisi nicht bekannt.

Grosse Parteien für das neue Adoptionsrecht

Leisi sieht die mangelnde Unterstützung des Anliegens durch die grossen Parteien als Hauptursache dafür, dass das Referendum scheiterte. Die christlich-konservative Eidgenössisch-Demokratische Union unterstützte als einzige Partei das überparteiliche Referendum. Dieses argumentiert mit dem Recht des Kindes auf eine zweigeschlechtliche Elternschaft: Es sei erwiesen, dass Kinder für ihre ideale Entwicklung und Identitätsfindung Mutter und Vater brauchen.

Landeskirchen nehmen keine Stellung

Auch die Landeskirchen enthielten sich einer Stellungnahme: Weder der Schweizerische Evangelische Kirchenbund noch die katholische Bischofskonferenz unterstützten das Anliegen der Adoptionsgesetzgegner.

Künftig dürfen alle das Kind des Partners/der Partnerin adoptieren, auch wenn es sich um homosexuelle Paare handelt.