Publikumsrat positiv überrascht von «WG der Religionen»

Das Religions-Experiment des Schweizer Fernsehens hat den Publikumsrat grundsätzlich überzeugt, er zweifelt jedoch daran, ob die Sendung neue Erkenntnisse gebracht hat.


Die Sendung WG der Religionen habe sich auf unkonventionelle Weise mit dem Thema Religion auseinandergesetzt, befindet der Publikumsrat der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG.

Da das Format unterhaltsam sei und mehr von Persönlichkeiten als von theologischen Diskussionen lebe, spreche die Sendung ein breites Publikum an, schreibt der Publikumsrat am 22. Januar. Er äussert seinen Gefallen am Respekt und der Dialogkultur zwischen den Protagonistinnen und Protagonisten. Die Darstellung des Atheismus habe der Publikumsrat allerdings als zu wenig fundiert oder verzichtbar empfunden.

Zu oberflächlich?

Der Rat sei sich ausserdem nicht einig, ob die Sendung zu einem wirklichen Erkenntnisgewinn beigetragen habe. Einige Mitglieder hätten demnach kritisiert, dass vieles nicht oder nur oberflächlich erklärt wurde. Weiter sei die Sendung zu wenig auf Kontroversen unter den Protagonisten eingegangen.

In WG der Religionen zeigte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) einen Christen, eine Muslimin, einen Juden, eine Buddhistin und einen Atheisten, die während rund drei Wochen in einer Wohngemeinschaft lebten. Der Publikumsrat hat die Sendung als unabhängiges Kontrollgremium verfolgt. Die 26 Mitglieder des Rates beobachten und kritisieren ausgewählte Programme, Sendungen und Online-Angebote von SRF und 3sat aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten. (pd)