Parlament macht «Jugend und Sport»-Kürzungen für Cevi & Co. rückgängig

Nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat: Der Nachtragskredit für die «Jugend und Sport»-Beiträge wurde von 12 auf 17 Millionen erhöht. Mit dem Entscheid sorgt das Parlament für Planungssicherheit in den Kinder- und Jugendverbänden - und setzt ein Zeichen für freiwillig arbeitende Jugendliche und jungen Erwachsene.

Selten deutlicher Entscheid im Parlament in Bern: Die Baspo-Kürzungen werden wieder rückgängig gemacht. (Bild: SAJV/Facebook)

Das Bundesamt für Sport (Baspo) hatte im März über die geplanten Anpassungen der J+S-Beiträge informiert: Die Beiträge sollten ab dem 1. August 2015 um 25 Prozent gekürzt werden. Dieser drastische Einschnitt hätte für die Kinder- und Jugendverbände wie dem Cevi bedeutet, dass sie jegliche Planungssicherheit verloren und die freiwilligen Leitenden die Folgen zu tragen gehabt hätten. Zusammengerechnet wären in dem Cevi, Jungwacht Blauring und der Jungschar EMK im Jahr 2015 rund 300 J+S-Lager mit über 9‘300 Kindern betroffen gewesen.

Entscheid nur gültig für 2015

Wie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) in einer Mitteilung schreibt, widerspiegelt der Parlamentsentscheid die Wertschätzung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Gemäss SAJV investieren die freiwillig arbeitenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen jährlich in den Kinder- und Jugendverbänden über 15 Millionen Stunden für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Der Parlamentsentscheid gilt für das Jahr 2015. In der Wintersession 2015 wird entschieden, ob die Beitragskürzungen auch für 2016 rückgängig gemacht werden sollen. Von diesen Kürzungen wären ab 2016 alleine in den Kinder- und Jugendverbänden über 60’000 Kinder und Jugendliche betroffen. (ku)