Papst wirbt für gemeinsames Reformationsgedenken

Papst Franziskus hat für ein gemeinsames Reformationsgedenken von Lutheranern und Katholiken geworben. Im Jahr 2017 hätten beide erstmals die Möglichkeit, «weltweit ein und dasselbe ökumenische Gedenken zu halten».

Papst Franziskus im Rampenlicht.
Papst Franziskus im Rampenlicht. (Bild: Wikipedia/Alfredo Borba)

Dies sagte der Papst am 18. Dezember vor einer Delegation der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Vatikan. Dies könne jedoch nicht in «Form einer triumphalistischen Feier» erfolgen, sondern nur als «Bekenntnis unseres gemeinsamen Glaubens an den dreieinen Gott», so Franziskus.

Im Mittelpunkt müssten neben der Freude, «miteinander einen ökumenischen Weg zu gehen», das gemeinsame Gebet und die «innige Bitte an unseren Herrn Jesus Christus um Vergebung der wechselseitigen Schuld» stehen. Der Papst äusserte in seiner Ansprache die Hoffnung, dass das Reformationsgedenken dazu ermutige, «weitere Schritte zur Einheit zu vollziehen und uns nicht einfach auf das zu beschränken, was wir bereits erreicht haben».

Vor ihrer Begegnung mit dem Papst hatte die Delegation, die am Wochenende nach Rom gereist war, unter anderem Gespräche mit dem vatikanischen Ökumenebeauftragten Kardinal Kurt Koch und dem Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation Kardinal Gerhard Ludwig Müller geführt. (kipa)