Konzil von Nizäa

Erste Reise des Papstes führt in die Türkei

Papst Leo XIV. stellt seine erste Auslandsreise unter das Thema Ökumene. In Iznik erinnert er an das Konzil von Nizäa vor 1700 Jahren. Dann reist er weiter nach Beirut.

Anlässlich des 1700. Jahrestages des Ersten Konzils von Nizäa in diesem Jahr wird Papst Leo XIV. vom 27. bis 30. November 2025 eine Apostolische Reise in die Türkei unternehmen. Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, umfasst der Besuch eine Pilgerfahrt nach Iznik, wo im damaligen Nizäa das erste ökumenische Konzil von Bischöfen stattfand.

Die Ökumene nach katholischem Verständnis wird seit einem Studiendokument des Vatikans kontrovers diskutiert. Darin wird vorgeschlagen, dass das ganze Christentum den Papst als Oberhaupt akzeptieren soll (ref.ch berichtete). Leo reist den Angaben zufolge direkt im Anschluss, vom 30. November bis zum 2. Dezember, weiter in den Libanon.

Laut Vatican News ist es die erste Auslandsreise des neuen Papstes seit seiner Wahl am 8. Mai. Leo folge einer Einladung von Präsident Recep Tayyip Erdogan und der örtlichen Bischöfe in die Türkei, hiess es weiter. In den Libanon reise er auf Einladung von Präsident Joseph Aoun und der Ortskirche. Als vorerst letzter Papst war den Angaben zufolge Benedikt XVI. 2012 zu Besuch in Beirut.

In diesem Jahr jährt sich zum 1700. Mal das erste ökumenische Konzil der Welt, das Konzil von Nizäa im Jahr 325. Es gilt als ein Schlüsselmoment in der Geschichte des christlichen Glaubens und für den ökumenischen Weg bis heute.

Das Konzil hatte das Ziel, die Kircheneinheit zu wahren. Auf dem Konzil wurde zudem das Fundament für zentrale Glaubensinhalte gelegt – allen voran für das spätere nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis und für die Trinitätslehre über das Wesen Gottes, die bis heute ökumenische Relevanz besitzen. (epd/ dst)

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