Nidwaldner Komitee zieht Kirchensteuerinitiative zurück

Das Komitee, das im Kanton Nidwalden die Kirchensteuer für Unternehmen abschaffen will, hat seine Volksinitiative zurückgezogen. Es begründet den Verzicht auf eine Volksabstimmung damit, dass zurzeit keine Mehrheit für das Anliegen gefunden werden könne.


Die Verfassungsinitiative war von der Jungen FDP und der Jungen SVP lanciert worden. Sie begründeten ihr Anliegen damit, dass Unternehmen nicht glauben könnten, keiner Landeskirche angehörten und deshalb nicht gezwungen werden dürften, einen Teil ihres Gewinnes an diese Institutionen abzuliefern.

Der Nidwaldner Landrat hatte Ende November die Initiative mit 50 zu 5 Stimmen abgelehnt. Die juristischen Personen zahlen in Nidwalden der katholischen und reformierten Landeskirche rund 2,14 Millionen Franken Steuern pro Jahr. 18 der 26 Kantone kennen eine Kirchensteuer für Unternehmen.