Neue Nationalhymne: «Weisses Kreuz auf rotem Grund» siegt im Wettbewerb

«Weisses Kreuz auf rotem Grund, unser Zeichen für den Bund». So beginnt der Vorschlag für eine neue Landeshymne, der in der Online-Umfrage der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) gesiegt hat.

Auf der Suche nach einer neuen Schweizer Hymne.
Auf der Suche nach einer neuen Schweizer Hymne. (Bild: wikimedia/Smuconlaw)

Der Text stammt vom Ökonomen Werner Widmer aus Zollikerberg ZH, teilte die SGG am Samstagabend, 12. September, mit.

Der Vorschlag von Widmer hält an der Melodie der bisherigen Landeshymne von 1841 fest. Diese war vom Zisterzienserpater Alberich Zwyssig «Schweizerstrophe» vor, die alle vier Landessprachen vereint. Der Ökonom hat am Konservatorium Bern Musik studiert und ist Inhaber eines Lehrdiploms für Musiktheorie. Widmer leitet die Stiftung Diakoniewerke Neumünster und ist Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Baselland.

Das Wort «Gott» kommt im Hymen-Vorschlag von Widmer nicht vor. Der Text thematisiert jedoch Werte wie Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden, Offenheit, Gerechtigkeit und Solidarität mit den Schwachen.

Schulen und Musikgruppen sollen neuen Text einüben

Die SGG, die die Rütliwiese verwaltet, hatte Anfang 2014 einen Wettbewerb für eine neue Nationalhymne lanciert. Über 200 Vorschläge waren eingegangen. Sechs davon wurden dieses Jahr der Öffentlichkeit in einem Handy-Voting zur Abstimmung vorgelegt. In einer weiteren Etappe kamen die drei besten Vorschläge in ein zweites Online-Voting. Der Sieger wurde schliesslich am Samstag, 12. September, in der Sendung «Potzmusig» des Schweizer Fernsehens gekürt.

Ob der Vorschlag von Widmer dereinst die neue Nationalhymne der Schweiz sein wird, ist noch offen. Die SGG werde den Hymnentext nun landesweit den Gemeinden, Schulen und Musikgruppen zugänglich machen, damit diese den neuen Text einüben und bei Feierlichkeiten singen können, schreibt die SGG zum weiteren Vorgehen.

Wenn die Stimmung in der breiten Bevölkerung zeige, dass der neue Text auf eine breite Akzeptanz stosse, werde ihn die SGG in den parlamentarischen Prozess einbringen. (kath.ch)