Bieler Imam hat nicht nur einmal gehetzt

Gegen den Bieler Imam Abu Ramadan läuft bereits eine Ermittlung wegen einer Hasspredigt gegen Juden. Nach neuen Medienberichten soll er aber schon öfter gegen andere Religionsgemeinschaften gehetzt haben.


Der Bieler Hassprediger Abu Ramadan (64) soll nicht nur einmal gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt haben. Wie der Tages-Anzeiger  am 6. Oktober berichtete, liegen  der Zeitung mehrere Mitschnitte und Videos von Abu Ramadans Freitagspredigten vor. Darin wünsche Ramadan den Feinden des Islam den Tod und verbreite antisemitische Klischees. In einer Predigt in der libyschen Hauptstadt Tripolis vor einem Jahr soll Ramadan gesagt haben: «O Gott, mache den Islam und die Muslime stark und demütige die Beigesellung und die Beigeseller, vernichte die Feinde meiner Religionsgemeinschaft und der Religion, o Gott, verleihe deinen unterdrückten Dienern an jedem Ort den Sieg, o Gott, verleihe ihnen den Sieg im Irak, in Syrien, in Jemen, in Palästina, in Ägypten, in Libyen, o Herr der Welten!»

Staatsanwaltschaft prüft Rassismus-Vorwürfe

Bereits Ende August hatten SRF und Tages-Anzeiger über eine Predigt berichtet, in der Ramadan um die Vernichtung von Juden und Christen gebeten hatte. Ramadan behauptete damals, die fragliche Stelle sei falsch übersetzt worden. Die Bieler Staatsanwalt klärt zurzeit ab, ob er damit gegen die Rassismus-Strafnorm verstiess.

Das Bundesverwaltungsgericht hat dem Libyer kürzlich den Asylstatus entzogen. Grund waren die zahlreichen Reisen des Imams nach Libyen gewesen. (no)