Nach geplantem Anschlag: Frankreich will Religionsstätten schützen

Nach einem vereitelten Terroranschlag auf Kirchen will Frankreich religiöse Stätten besser schützen. Regierungschef Manuel Valls zeigte sich entschlossen, gegen jede Art der Bedrohung vorzugehen.

Aussenansicht der Kathedrale Notre Dame in Paris
Besseren Schutz für religiöse Stätten verspricht Frankreichs Regierungschef. Im Bild: Die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Sie gilt als eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. (Bild: Public Domain)

Nach Valls‘ Angaben waren Christen Ziel des mutmasslichen Islamisten. Frankreich werde weiter alle Massnahmen ergreifen, um wichtige Orte wie Kirchen, Synagogen oder Moscheen zu schützen, sagte der Premierminister nach einem Besuch einer Kirche in Villejuif südlich von Paris. Gleichzeitig betonte er, die historischen Stätten Frankreichs müssten weiter für die Öffentlichkeit und Besucher zugänglich bleiben.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die französische Polizei mit der Festnahme eines 24-Jährigen einen Terrorangriff vermutlich auf eine Kirche vereitelt hat. Die Staatsanwaltschaft sucht nach möglichen Komplizen.

Der Festgenommene habe sich mit einer weiteren Person über Anschlagspläne ausgetauscht, sagte der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt François Molins. Der Gesprächspartner könnte sich in Syrien befinden. Er habe den Studenten aufgefordert, eine Kirche ins Visier zu nehmen. (sda)