Menschenkette für Kinderrechte

Am Mittwoch, 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, haben in Zürich und Genf rund 800 Personen gemeinsam mit Unicef auf die Kinderrechte aufmerksam gemacht. Sie bildeten eine Menschenkette über die Münsterbrücke in Zürich und über die Fussgängerbrücke «Pont des Bergues» in Genf.

Unicef-Menschenkette in Zürich. (Bild: Unicef/ Palma Fiacco)

Zum Abschluss der diesjährigen Herbstkampagne von Unicef Schweiz zum Thema «25 Jahre Kinderrechte» hat die Organisation dazu aufgerufen, am Internationalen Tag der Menschenrechte für die Rechte der Kinder einzustehen. Denn Kinderrechte seien Menschenrechte. Während einigen Minuten gaben sich die Teilnehmenden die Hand, um für die Kinderrechte einzustehen und sich mit  Kindern zu solidarisieren, die vom Fortschritt ausgeschlossen sind.

«Ich bin überwältigt von den vielen Menschen, die heute mit uns in Zürich und in Genf ein Zeichen für die Rechte der Kinder setzen», sagte Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von Unicef Schweiz, laut Medienmitteilung. «Seit die Uno-Kinderrechtskonvention 1989 in Kraft trat, wurden grosse Fortschritte erzielt. Nach wie vor werden aber immer noch Millionen von Kindern ihre grundlegenden Rechte wie Bildung, Gesundheit und Schutz verweigert – das darf nicht sein.»

Prominente Unterstützung

Wie schon in den Vorjahren wurden die Menschenketten von Prominenten unterstützt. So waren in Zürich etwa der Schauspieler Anatole Taubman und der Kinderliedermacher Andrew Bond mit dabei. Bond sang während des Einstehens mit einer Gruppe von Kindern das Lied «Jedes Chind hät siini Rächt». Unüberhörbar war das Schiffshorn der Künstlergruppe «Zürich Transit Maritim», das vier Mal erschallte und so zusätzlich auf den Anlass aufmerksam machte. In Genf wurde die Menschenkette durch den Musiker Jacky Lagger mit dem Song «Les enfants que nous sommes» begleitet.

Fortschritte und Herausforderungen

Seitdem die Uno-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 in Kraft trat, hat sich die Sicht auf die Kinder weltweit verändert: Kindheit wurde zum ersten Mal als geschützter Lebensbereich definiert, in dem Kinder aufwachsen, lernen, spielen und sich entwickeln können. Kinder würden heute als eigenständige Individuen angesehen, die Rechte und eine eigene Meinung hätten und diese auch äussern dürften, schreibt Unicef Schweiz. Die Daten zeigten aber auch, dass die Lebensrealität von Millionen von Kindern ernüchternd aussehe und diese immer noch von jeglichem Fortschritt ausgeschlossen seien. So sterben laut Unicef Schweiz täglich 18’000 Kinder unter fünf Jahren aus vermeidbaren Gründen. (kipa)