Die Kantonsrätinnen Heidi Rebsamen (Grüne) und Ylfete Fanaj (SP) verlangten mit einer Motion respektive einer Anfrage Auskunft über die Anerkennung von weiteren Religionsgemeinschaften und die Ausarbeitung einer entsprechenden Gesetzgebung. Bislang sind in der Luzerner Kantonsverfassung die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte und die christkatholische Landeskirche als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt. Die CVP befürchtete einen «verfälschten, hässlichen Abstimmungskampf», welcher der Integration schade. Die SVP kündete «Fundamentalopposition» an. Die FDP und die Grünliberalen sprachen sich wie SP und Grüne grossmehrheitlich, aber erfolglos für die Überweisung der Motion aus.
30. Juni 2014
Luzerner Parlament anerkennt keine weiteren Religionsgemeinschaften
Der Luzerner Kantonsrat hat sich gegen die Ausarbeitung eines Gesetzes über die Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften ausgesprochen. Er hat am Montag eine entsprechende Motion nach einer emotional geführten Debatte mit 63 zu 50 abgelehnt.