Österreich

Streit um rebellische Nonnen – nun soll Rom entscheiden

Die drei Nonnen, die in Österreich ein leerstehendes Kloster besetzen, wehren sich gegen die Aufenthaltsbedingungen. Nun wird der Vatikan eingeschaltet.

Drei über 80-jährige Nonnen haben ein Vergleichsangebot des Propstes Markus Grasl abgelehnt und halten weiter das leerstehende Kloster Goldenstein bei Salzburg besetzt. Die Ordensfrauen hatten das ihnen zugewiesene Altersheim im September verlassen und waren ins ehemalige Kloster zurückgekehrt, in dem sie jahrzehntelang lebten und arbeiteten (ref.ch berichtete).

Grasl hatte ihnen zugesichert, weiter in Goldenstein wohnen zu dürfen – mit Pflege, medizinischer Betreuung und seelsorgerischer Begleitung. Die Nonnen kritisieren jedoch die Bedingungen: Sie sollten etwa keine juristischen Schritte mehr einleiten, keine Anwälte mehr beiziehen und ihren Instagram-Kanal mit über 100'000 Abonnenten löschen.

Da die Schwestern das Angebot ablehnten, will der Propst nun den Vatikan einschalten. Die zuständige Ordensbehörde soll über das weitere Vorgehen entscheiden. Wann eine Entscheidung fällt, ist noch offen. (dpa/ hz)

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