Kirchgemeinde Zürich bewilligt Millionenkredit für Sanierung von Hotel

Das Hotel Centro Magliaso am Luganersee kann erneuert werden. Das Hotel richtet sich an Menschen mit Behinderung oder in finanziell schwierigen Verhältnissen.


Das Kirchgemeindeparlament der reformierten Kirchgemeinde Zürich hat einen Kredit von 3,14 Millionen Franken für die Erneuerung des Centro Magliaso gutgeheissen. Die kirchliche Institution am Luganersee könne auf eine jahrzehntelange Tradition als Hotel und Begegnungsort der besonderen Art zurückblicken, heisst es in einer Medienmitteilung vom 24. Oktober. Der Ort setze sich zum Ziel, allen Menschen Ferien zu ermöglichen. Unter anderem auch solchen mit Behinderungen oder in finanziell schwierigen Verhältnissen.

Das Centro befindet sich im Besitz der reformierten Kirchgemeinde Zürich und wird von einer Genossenschaft geführt. Diese beteiligt sich mit knapp 520’000 Franken an den anfallenden Sanierungskosten. Mit dem nun gesprochenen Kredit soll die letzte grosse Etappe der laufenden Gesamtsanierung abgeschlossen werden.

Herberge für geflüchtete Kinder und Frauen

Mit grosser Mehrheit wurde auch die Unterstützung für das Projekt einer Herberge beschlossen. Sie soll ab Januar 2020 geflüchteten Frauen und Kindern ein vorübergehendes Zuhause bieten. Die neue Einrichtung wird in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Verein Wohngenuss verwirklicht. Geplant sei die Umnutzung von zwei frei werdenden Wohnungen in kirchlichem Besitz, die vorübergehend Wohnraum für bis zu zehn Frauen und sechs Kinder bieten können.

Laut Mitteilung übernimmt die Citykirche Offener St. Jakob die Verantwortung für den operativen, der Verein Wohngenuss für den administrativen Bereich. Für die Begleitung der geflüchteten Frauen und Kinder wird eine Sozialarbeiterin und eine Sozialpädagogin eingestellt.

Die Kosten des vorerst dreijährigen Projekts betragen rund 425’000 Franken und werden zulasten des Personal- und Entwicklungsfonds der Kirchgemeinde gehen.

Unterstützung für Konzern-Initiative

Ein Postulat zu Personalfragen von Michael Braunschweig wurde von der Kirchenpflege bereits schriftlich beantwortet. Eine Diskussion dazu wünschten die Abgeordneten nicht. Eine weitere Interpellation von Braunschweig und Mitunterzeichnenden hatte im Juni gefordert, dass die Kirchgemeinde die Konzernverantwortungsinitiative unterstützen soll. Diesem Anliegen habe die Kirchenpflege im September Rechnung getragen, als sie ihre Unterstützung für die Initiative auf der Online-Plattform «Kirche für Konzernverantwortung» bekannt gab», teilte die Kirchgemeinde weiter mit. (bat)