Kirchgemeinde Luzern muss Sparschraube anziehen

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen reichten die bisherigen Sparmassnahmen nicht aus. Dies das Fazit der zweiten Sitzung des Grossen Kirchenrats der Kirchgemeinde Luzern.


Sinkende Mitgliederzahlen und der Austritt zweier Teilkirchgemeinden zwingen die Kirchgemeinde Luzern zu weiteren Sparmassnahmen. Kirchgemeindepräsidentin Marlene Odermatt forderte an der Sitzung des Grossen Kirchenrats vom 11. Dezember dazu auf, gemeinsam Einsparungen zu diskutieren und bestehende Strukturen zu überdenken, wie es in einer Mitteilung vom 14. Dezember heisst.

Eine Arbeitsgruppe soll nun im März das Gespräch mit den einzelnen Teilkirchgemeinden suchen. Die Kirchgemeinde Luzern umfasst acht Teilkirchgemeinden, darunter die Stadt Luzern. Zuletzt waren Meggen-Adligenswil-Udligenswil und Horw aus der Kirchgemeinde Luzern ausgetreten.

Kirche soll sichtbarer werden

Neben den Sparmassnahmen diskutierten die Kirchenräte die mangelnde Sichtbarkeit der Luzerner Kirche. «Nicht überall, wo Reformierte Kirche Luzern drin steckt, ist dies auch sichtbar», sagte Odermatt an der Versammlung. Dies müsse sich ändern. Konkret gehe es darum, versteckte Leistungen der Kirche zum Beispiel durch ein Logo kenntlich zu machen. Zudem werde ein Flyer aufgelegt, der die Leistungen der Kirche im einzelnen aufzeige, heisst es in der Mitteilung weiter. Dieser visualisiert in Form einer «word cloud» die Tätigkeitsbereiche der Kirche und soll an verschiedenen Orten verteilt werden.

Knapp ausgeglichenes Budget

Weiter genehmigte der Grosse Kirchenrat das Budget 2018. Dieses sieht bei einem Aufwand von 14,62 Millionen Franken einen geringen Verlust von 46’000 Franken vor. Ebenso einstimmig zur Kenntnis genommen wurden der Finanzplan 2018-2022 sowie das Jahresprogramm 2018. (no)