Der Kirchenvorstand sage mit Bedauern Ja, erklärte laut einer Medienmitteilung dessen Präsidentin Marlene Odermatt, denn finanziell werde es Einschnitte geben. Die vereinbarten Übergangszahlungen gäben aber die Möglichkeit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.
Einige Fraktionssprecher berichteten über Unbehagen in ihren Reihen. Von einem «unguten Gefühl bezüglich Solidarität» sprach ein Mitglied des Grossen Kirchenrats. Es sei ein Akt im Widerspruch zu den aktuellen Tendenzen. An anderen Orten werden Kirchgemeinden zusammengelegt.
Trotzdem stimmte das Parlament der Reformierten Kirche Luzern nach kurzer Debatte grossmehrheitlich den Austrittsverträgen zu, die zu akzeptablen Bedingungen ausgehandelt worden waren.
Noch zwei demokratische Hürden
Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, wurde zudem die Teilrevision der Gemeindeordnung diskussionslos verabschiedet, mit der sowohl der Kirchenvorstand als auch der Grosse Kirchenrat verkleinert werden sollen. Dies ist Teil einer Kostenreduktion, bei der 800’000 Franken einzusparen sind.
Die Mitglieder der Reformierten Kirche Luzern werden voraussichtlich am 11. September über die beiden Austrittsverträge sowie die Teilrevision der Gemeindeordnung an der Urne befinden. Den Austritten der Teil-Kirchgemeinden muss zum Schluss auch noch die Synode der Kantonalkirche zustimmen.