Kirchensteuer-Initiative: Nein-Kampagnenmaterial ist ein Renner

Die Flyer, Plakate und Schilder der Nein-Kampagne zur «Kirchensteuer-Initiative» stossen im Kanton Zürich auf grosses Interesse, es gibt bereits zweite Auflagen des Materials. Die Kampagnenleitung spricht von «grossem Engagement».


Das Werbematerial der ökumenischen Kampagne «Nein zur Kirchensteuer-Initiative» musste bereits nachgedruckt werden, wie Daniela Bretscher, Co-Kampagnenleiterin, gegenüber ref.ch sagte. Zürcher Kirchgemeinden und Pfarreien, aber auch Privatpersonen hätten das Material eifrig auf der Homepage des Komitees bestellt.

Von den ersten 50’000 Flyern seien bereits 40‘000 weg, man habe unterdessen 50‘000 nachgedruckt, so Daniela Bretscher. Auch die 3‘000 gedruckten Kartonschilder seien ausgegangen, man habe nun nochmals 1500 nachgedruckt, und bei den A3-Plakaten seien 1‘000 Exemplare nachgedruckt worden. Auf Wunsch von Kirchgemeinden habe man auch neu Vorlagen zum Selberdrucken von weiteren Werbemitteln wie Tischsets und Briefmarken bereitgestellt, die nun beim Komitee bestellt werden können.

Daniela Bretscher ist sehr erfreut über die Kampagne: «Ich habe in zwölf Jahren noch keine Kampagne erlebt, bei der die Leute so viel Material bestellt haben und sich so stark engagieren.» Viele Einzelpersonen spenden zudem grosszügig für die Kampagne.

Der voraussichtliche Abstimmungstermin ist am 18. Mai. Der Zürcher Regierungsrat muss ihn noch festlegen, was dieser Tage geschehen soll. In der Zeit unmittelbar vor der Abstimmung startet die zweite Phase der Kampagne mit Strassenplakaten und Inseraten.  

Gemäss der Initiative sollen Unternehmen im Kanton Zürich von den Kirchensteuern befreit werden. Eine Abschaffung dieser Steuerpflicht lehnen sowohl Regierung wie Kantonsrat ab, und es gibt auch keinen Gegenvorschlag.