Gottfried Locher habe sich mit Seelsorgenden, dem Leiter der Rechtsberatungsstelle und dem Chef des EVZ getroffen, wie es in einer Mitteilung vom 11. Juni heisst. Der Kirchenbundspräsident zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Seelsorgenden. Locher: «Hier lebt die Kirche für andere. Wir lassen niemanden allein, und schon gar nicht den, der fremd ist und arm. Die Seelsorger leisten Grossartiges.»
Die Aufgabe der Seelsorgenden sei die Hinwendung zu den Menschen in ökumenischer und interreligiöser Verantwortung – unabhängig der Asylgründe und der Religionszugehörigkeit. Die geistliche und sozialdiakonische Unterstützung sei ein Beitrag zu guten Lebensbedingungen in den Zentren. Für viele Asylsuchende sei Religion wichtig. Locher: «Migranten sind Menschen in Not – darum nehmen sie eine lebensgefährliche Reise auf sich. Sie sehnen sich nach einem besseren Leben. Sie haben Träume wie wir. Wir sollen und wir wollen helfen.»
Insgesamt seien derzeit 16 reformierte Seelsorgende in den Empfangs- und Verfahrenszentren sowie den neuen Bundeszentren tätig. Zahlreiche freiwillige Mitarbeitende unterstützen die Seelsorgenden. Der Kirchenbund koordiniere diese Seelsorgedienste auf nationaler Ebene und ist Gesprächspartner des Bundesamtes für Migration.
Die Abgeordneten der Mitgliedkirchen des Kirchenbundes fällen in diesem Jahr weitreichende Entscheidungen über die Finanzierung der reformierten Seelsorge für Asylsuchende. Die Sommer-Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes vom 15. bis 18. Juni entscheide über die Weiterführung des solidarischen Lastenausgleichs für die reformierte Seelsorge in den fünf Empfangs- und Verfahrenszentren sowie den neuen Bundeszentren.