Die 13 Projekte zum Reformationsjubiläum

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK hat 13 schweizweite Projekte zum Reformationsjubiläum zwischen 2014 und 2018 beschlossen. Dafür steht ein Budget von 400‘000 Franken zur Verfügung.

Das offizielle Logo zum Schweizer Reformationsjubiläum. (Bild: SEK)

Zu den Projekten gehöre eine nationale Tagung zur Diskussion des reformatorischen Erbes und dessen Auswirkung auf Geschichte, Kultur und Gesellschaft der Schweiz im Juni 2017, teilt der SEK mit. Weitere Projekte umfassen ein evangelisches Jugendfestival, ein Treffen von Synodalen aus ganz Europa, die Beteiligung an der Weltausstellung Reformation der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD sowie die Beteiligung am Projekt «Reformationsstädte Europas» der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE.

40 Thesen zum Evangelium

Zur Abgeordnetenversammlung wurde das Projekt «Mit 40 Thesen auf dem Weg» auf der Internetseite des Reformationsjubiläums www.ref-500.ch eröffnet. Der Kirchenbund möchte damit nach eigenen Worten «unsere heutigen Thesen für das Evangelium» formulieren. Das Projekt spielt auf Martin Luthers 95 Thesen von 1517 an, den Anfang der reformatorischen Bewegung in Europa. Der Kirchenbund lädt die Schweizer Reformierten zur Beteiligung ein. Die Thesen können ab sofort heruntergeladen oder in gedruckter Form bestellt werden.

Erhöhung des Flüchtlingskontingents gefordert

In einer Resolution haben die Abgeordneten ausserdem eine Erhöhung des Flüchtlingskontingents gefordert. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gebe es auf der Welt über 50 Millionen Flüchtlinge, heisst es in der Begründung. Die Delegierten fordern den Bundesrat auf, das Flüchtlingskontingent für bedrohte Syrerinnen und Syrer wie auch für andere vom UNHCR registrierte Flüchtlinge deutlich auf 5000 zu erhöhen. Auch die Kirchen und ihre Kirchgemeinden sollen ihren Beitrag leisten und Gastfreundschaft gegenüber Flüchtlingen üben, erklärt der SEK.

Einrichtung einer «Diakonie Schweiz»

Des Weiteren beschloss die Abgeordnetenversammlung in Bern die Einrichtung einer «Diakonie Schweiz». Damit sollen die diakonischen Institutionen auf nationaler und regionaler Ebene besser gebündelt und vernetzt werden. Das Reorganisationsmodell «Diakonie Schweiz» sieht eine weitgehende Zusammenlegung der bisherigen Institutionen auf nationaler Ebene vor. Die strategische Führung von «Diakonie Schweiz» wird zukünftig von einem Kollegium der für den Bereich der Diakonie zuständigen Mitglieder der kantonalen Kirchenexekutiven wahrgenommen.