Kirchen trauern über Tragödie auf dem Mittelmeer

Die Kommission der Kirchen für Migranten in Europa (CCME), die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) trauern über den Tod von Hunderten von Migranten im Mittelmeer.

Flüchtlinge in einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer.
Flüchtlinge in einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer. (Bild: Wikimedia/Moas)

«Wir bedauern diesen Verlust von Menschenleben», sagte KEK-Generalsekretär Guy Liagre gemäss einer Mitteilung vom 20. April. ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit forderte «Solidarität mit den Migranten und eine Verstärkung der Rettungsanstrengungen der EU-Mitgliedstaaten». Tveit verlangte zudem Präventivmassnahmen, um die Ursachen für Armut, soziale Unsicherheit und Konflikte in den Ländern, aus denen die Migranten kommen, anzugehen.

«Nur legale und sichere Wege nach Europa helfen, diese Tragödien zu verhindern. Dazu gehört die Aufhebung der Visumspflicht für Menschen aus Ländern in Konfliktsituationen wie Syrien und Eritrea. Wir brauchen sichere Passagen», sagte Doris Peschke, Generalsekretärin der CCME.

Bis zu 700 Toten werden nach dem Kentern eines Bootes vor libyschen Gewässern befürchtet. Bisher konnten 28 Menschen gerettet werden.