Nun müsse die Kirche wegen Fahrlässigkeit zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte der Untersuchungsrichter am Mittwoch. Weil das Unglück durch «bauliche Mängel» verursacht worden sei, müssten zudem die beiden zuständigen Bauingenieure vor Gericht gestellt werden.
Das Gästehaus der Synagogue Church of All Nations (Scoan) des populären Fernsehpredigers T.B. Joshua war am 12. September in sich zusammengestürzt. 116 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter 84 Südafrikaner. Nach Angaben von Gutachtern war das Gebäude wohl durch den Bau zusätzlicher Stockwerke überlastet.
Joshua, der nach eigenen Angaben wiederholt Wunder vollzogen hat, zählt eine Reihe von afrikanischen Politikern zu seinen Anhängern, was ihm erheblichen politischen Einfluss verleiht. Wie Untersuchungsrichter Komolafe sagte, verweigerte er als einziger von 32 Zeugen die Aussage. (sda)