Allfällige Hinweise würde die Kantonspolizei dem Nachrichtendienst des Bundes weitergeben. Dieser müsste dann die Gefahr beurteilen, die von einer möglicherweise radikalen Person ausgehe, sagte Blättler.
Mit den Vorstehern von muslimischen Gemeinschaften und Moscheen stehe die Kantonspolizei seit längerem in Kontakt. «Diese Personen haben Interesse daran und wollen in erster Linie ihren Glauben praktizieren. Sie wollen nicht, dass ihre Moscheen zu Bühnen werden für politisch motivierte Handlungen.»
«Wir reden miteinander. Das ist normal»
Ein rotes Telefon zwischen Imamen und Polizei gebe es nicht, «aber wir gehen regelmässig vorbei», sagte Blättler. «Wir reden miteinander. Das ist normal.» Zwischen beiden Seiten bestehe ein Vertrauensverhältnis.
Nicht äussern wollte sich Blättler zum Islamischen Zentralrat Schweiz, der seinen Sitz in Bern hat. Den IZRS zu beurteilen sei Sache des Bundes. «Es ist aber selbstverständlich, dass es Organisationen gibt, die man im Auge behalten muss.» Denn es sei klar, dass gewisse Exponenten mit kontroversen Äusserungen auffielen. (sda)